Waldbaden

Waldbaden mit Alpakas & Lamas 

 

"Bäume sind Gedichte,
die die Erde in den Himmel schreibt" 

-Khalil Gibran- 

Waldbaden ist eine naturbezogene Methode, um sich in und mit der Natur zu entspannen, zu entschleunigen und sich die Heilkraft und Energie des Waldes zunutze zu machen. Ein normaler Spaziergang kann bereits als Waldbaden bezeichnet werden. Mit gezielten Übungen wird die Wirkung des Waldes aber noch besser genutzt.


Alpakas und Lamas sind sehr sanfte und ruhige Tiere. Ihre Tritte hören wir aufgrund der weichen Schwielen kaum auf dem Waldboden. Das ruhige Summen der Tiere passt perfekt in die sanfte Geräuschkulisse des Waldes. Alpakas und Lamas bieten uns die Möglichkeit wieder näher zur Natur zu kommen, indem wir ihrem Beispiel folgen. Sie entschleunigen uns, mahnen uns zur Achtsamkeit und sorgen für eine natürliche Entspannung. Je ruhiger der Mensch ist, desto ruhiger ist das Tier. Daher ist die Verbindung von Alpakas und Lamas mit Waldbaden ein gewinnbringender Zusatz und eine Erleichterung für uns Menschen, um zu unserem inneren Gleichgewicht zu finden. Die Übungen finden gemeinsam mit dem Tier, aber auch ohne das Tier statt. 

Waldbaden mit Alpakas und Lamas- Wie und warum?

 Waldbaden stammt aus Japan (1982) und wird „Shinrin Yoku“ genannt. Übersetzt bedeutet dies „Eintauchen in die Waldatmosphäre“ (Winter, 2018, S. 10). Shinrin Yoku ist eine naturbezogene Methode um sich in und mit der Natur zu entspannen, zu entschleunigen und sich die Heilkraft und Energie des Waldes zunutze zu machen. Ein normaler Spaziergang kann bereits als Waldbaden bezeichnet werden. Mit gezielten Übungen wird die Wirkung des Waldes aber noch besser genutzt. 

 

In Japan ist Waldbaden ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und wird als anerkannte „Anti-Stress-Management“- Methode gefördert. Seit 2012 wird an japanischen Universitäten im Forschungszweig „Forest Medicine“ die Wirkung des Waldes auf die menschliche Gesundheit untersucht (Winter, 2018, S. 10). 

 

Durch verschiedene Studien und Experimente haben Wissenschaftler den gesundheitsfördernden Effekt des Aufenthalts im Wald nachgewiesen. Felber (2018) beschreibt unter anderem folgende Wirkungen des Waldbadens: 

·         Stressabbau 

·         Stärkung des Immunsystem 

·         Die Gesundheit wird erhalten, gesteigert und gefördert 

·         Schlafstörungen werden vermindert 

·         Die Konzentration wird verbessert 

·         Senkung des Blutdrucks 

·         Steigerung des Wohlbefindens 

 

Laut Winter (2018) hat der japanische Wissenschaftler für Waldmedizin Yoshifumi Miyazaki in Studien herausgefunden, dass Patienten sich im Krankenhaus schneller erholen, wenn sie Bäume sehen können (aber auch ein Bild mit Bäumen beschleunigt bereits die Genesung). Das Betrachten von Baumbildern senkt den Stresshormonspiegel im Blut um 13 Prozent. 

 

Der geschlossene Raum Wald, die Waldatmosphäre wirkt mit der eigenen, sanften Geräuschkulisse und den vielen verschiedenen Grüntönen auf die Menschen zutiefst beruhigend. Die Bäume verströmen tausende chemischer Substanzen (zur Abwehr von Schädlingen und dienen zur Abkühlung), im Wald existiert eine Vielzahl an Mikroorganismen und es besteht eine Art eigenes Klima durch deren hohe Anzahl (Winter, 2018, S.14-17). 

 

·         Terpene: Sind ein Teil der ätherischen Pflanzenöle und duften besonders intensiv. Die Terpene können wir am deutlichsten riechen. Unser Immunsystem reagiert auf Terpene und wird somit gestärkt. Die Zahl der körpereigenen Killerzellen wird erhöht und aktiviert. Außerdem senken Terpene unseren Adrenalin- und Noradrenalin Gehalt im Blut (Stressabbau). Im Sommer bei Nebel und Regen ist die Konzentration der Terpene am höchsten (Winter, 2018, S.14-17). 
 

·         Mikroorganismen: Im Wald existiert eine Vielzahl an Mikroben und Bakterien. Der Kontakt mit diesen hilft unserem Immunsystem, Abwehrkräfte gegen verschiedene Krankheitserreger aufzubauen (Winter, 2018, S.14-17). 

·         Negative Ionen: Durch den Schatten der Baumkronen und das stetige Verdunsten des Wassers über die Poren der Blätter und Nadeln entsteht eine Art eigenes Klima im Wald. In der Waldluft befindet sich eine hohe Anzahl negativer Ionen, die gesundheitsfördernd sein sollen. Sie bewirken Linderung von Kopfschmerzen, senken den Blutdruck und wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus (Winter, 2018, S.14-17).

  

Was wir mit Waldbaden mit Alpakas und Lamas erreichen möchten:

·         Wir wollen durch bewusste Atmung mehr Terpene, 
          Mikroorganismen und negative Ionen aufnehmen.

·         Wir wollen durch gezielte Übungen den Entspannungszustand 
          vertiefen, zur inneren Ruhe finden und neue Kraft schöpfen.

·         Wir wollen unseren Körper stärken und unterstützen.

·         Wir wollen unseren Geist durch Stressreduktion und Entspannung 
          stärken.

·         Wir wollen unsere Seele erden.

 

Alpakas und Lamas sind sehr sanfte und ruhige Tiere. Ihre Tritte hören wir aufgrund der weichen Schwielen kaum auf dem Waldboden. Das ruhige Summen der Tiere passt perfekt in die sanfte Geräuschkulisse des Waldes. Alpakas und Lamas bieten uns die Möglichkeit wieder näher zur Natur zu kommen indem wir ihrem Beispiel folgen. Sie entschleunigen uns, mahnen uns zur Achtsamkeit und sorgen für eine natürliche Entspannung. Je ruhiger der Mensch ist, desto ruhiger ist das Tier. Daher ist die Verbindung von Alpakas und Lamas mit Waldbaden ein gewinnbringender Zusatz und eine Erleichterung für uns Menschen um zu unserem inneren Gleichgewicht zu finden.

 

Übungen können gemeinsam mit dem Tier stattfinden (z.B. bewusstes gehen, riechen, sehen), aber auch ohne das Tier.
 

Die Grundprinzipien des Waldbadens sind bei Winter (2018), Felber (2018), Greiner und Kiem (2019) beschrieben. Daraus ergeben sich die folgenden Schwerpunkte für die Durchführung des Waldbadens: 

 

·         Es zählt nur der jeweilige Augenblick. Unser Ziel: Entspannung und 
          Achtsamkeit. 

·         Die Alpakas und Lamas beruhigen und entschleunigen 

·         Ziele positiv formulieren (Nicht: Ich will weniger gestresst sein. 
          Sondern: Ich will ein entspanntes und ausgeglichenes Leben 
          führen). 

·         Anker mitnehmen, damit Erinnerungen jederzeit im Alltag wieder 
          abgerufen werden können. 

·         Alle Sinne bewusst wahrnehmen. 

·         Den Kopf frei bekommen (Handy aus!) 

·         In uns hineinhorchen und fühlen. 

·         Im Wald bewusst die Düfte wahrnehmen. 

·         Achte und lerne von den Tieren. 

·         Konzentriere Dich auf Deine Gefühle 

·         Wie fühlt sich die Entspannung an? 

·         Welche Bilder und Gefühle löst die Entspanntheit in Dir aus? 

·         Welcher Duft fällt Dir besonders auf? 

·         Wie fühlen sich die verschiedenen Untergründe unter Deinen Füßen 
          an? 

Literaturverzeichnis:

Felber, U. (2018). Waldbaden. Das kleine Übungshandbuch für den Wald. Darmstadt: Schirner Verlag. 

Gerber, K. (2018). Waldbaden. Hamburg: Kristin Gerber. 

Greiner, K., & Kiem, M. (2019). Wald tut gut! Aarau und München: AT Verlag. 

Winter, E. (2018). Waldbaden Das Praxisbuch. München: Christian Verlag. 


Studien über die Wirkung des Waldbadens: 

https://mindfulmind.ch/wissenschaft-und-waldbaden/ 

http://bfw.ac.at/050/pdf/BFW_Bericht147_2014_GreenPublicHealth.pdf